Ein Produkt der mobus 200px

Seit Jahren sind Bauern Nutzniesser und Leidtragende der verfehlten Landwirtschafts- und Landschaftspolitik. Verwüstete Hecke im April 2011.

Von Heiner Keller, Oberzeihen

Von Andreas Burckhardt, Möhlin

Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Steuererklärung…

Frühling ist nicht nur die Zeit, in der die Temperaturen steigen und die Uhren eine Stunde vorgestellt werden, sondern auch die Zeit, in welcher die jährliche Steuererklärung zum Ausfüllen ruft. Kein Wunder haben wir um diese Jahreszeit auch wiederkehrende Anfragen zu diesem Thema.
Wir waren bisher Mieter, jetzt haben wir ein Einfamilienhaus gekauft. Was ändert sich bei meinen Steuern?
In der jährlichen Steuererklärung geht es um zwei Steuern: die Einkommens- und die Vermögenssteuern. Zuerst zum gedanklich einfacheren Teil bei dieser Frage, den Vermögenssteuern: Sie haben den Kaufpreis Ihrer Liegenschaft finanzieren müssen. Deshalb haben Sie auf Ihrem Bankkonto einen tieferen Saldo und zusätzlich in der Regel eine Hypothek, die Sie als Schulden geltend machen dürfen. Im Gegenzug besitzen Sie jetzt eine Liegenschaft, deren Wert Sie als Vermögen angeben müssen. Da der so genannte Vermögenssteuerwert Ihrer Liegenschaft klar unterhalb vom bezahlten Marktpreis liegt, nimmt Ihr steuerbares Vermögen um diese Differenz ab und Sie bezahlen etwas weniger Vermögenssteuern.
Etwas komplizierter wird die Situation bei den Einkommenssteuern, da wir in der Schweiz das Unikat der Eigenmietwertsbesteuerung haben. Stellen Sie sich für einen kurzen Moment vor, Sie kaufen das EFH und vermieten es an sich selber. Steuerlich hat das zur Folge, dass Sie als Eigentümer die erhaltene Miete als Einkommen versteuern müssen, Sie als Mieter die bezahlte Miete aber nicht in Abzug bringen können. Netto führt das deshalb bei Ihnen zu einem höheren steuerbaren Einkommen. Diese Differenz entspricht dem so genannten Eigenmietwert. Auf der Gegenseite dürfen Sie dafür gewisse Gewinnungskosten in Abzug bringen. Zum einen sind das die belasteten Hypothekarzinsen, zum zweiten können Sie die Kosten zum Abzug bringen, die Sie aufwenden, um Ihr EFH im Wert zu erhalten. Diese sogenannt werterhaltenden Liegenschaftsunterhaltskosten schwanken natürlich von Jahr zu Jahr. Als Grössenordnung und Faustregel können Sie bei älteren Liegenschaften etwa von 1% des Liegenschaftpreises im langjährigen Schnitt ausgehen. Sie dürfen jedes Jahr wählen, ob Sie die effektiven werterhaltenden LUK oder eine Pauschale (10% des Eigenmietwerts, 20% bei Liegenschaften die älter als 10 Jahre sind) in Abzug bringen möchten. Da die Zinsen seit Jahren sehr tief sind, sind die Abzüge (Hypozinsen plus LUK) im Schnitt tiefer als der Eigenmietwert und Sie werden künftig im Schnitt höhere Einkommenssteuern zahlen müssen.

… und wenn ich eine Zweit-
Immobilie im Ausland kaufe?
Grundsätzlich ist die Betrachtung die gleiche, wie wenn Sie eine Zweitwohnung in der Schweiz kaufen würden, auch Ihre Zweitwohnung hat einen Eigenmietwert und Vermögenssteuerwert. So weit, so gleich wie oben erklärt. Bei der Steuerberechnung gibt es dennoch einen wichtigen Unterschied: Immobilien werden am Sitz der Immobilie besteuert.
Ihre Zweitwohnung liegt nicht in der Schweiz, wird also bspw. in Frankreich besteuert und nicht in der Schweiz. Sie müssen Ihre Zweitwohnung dennoch in der Steuererklärung angeben. Das schweizerische Steuersystem geht davon aus, dass vermögendere Personen mehr Vermögenssteuern bezahlen sollen als weniger vermögende. Für die Bestimmung des Steuersatzes wird deshalb Ihre Gesamtvermögen (inkl. Auslandvermögen) berücksichtigt (dito beim Einkommen). Die Basis für die Steuerrechnung hingegen, also Ihr steuerbares Vermögen oder Einkommen, bleibt ohne Berücksichtigung Ihres Vermögens/Einkommens im Ausland. Die Steuerrechnung liegt damit höher, als wenn Sie die Zweitwohnung nicht hätten.
Im Vergleich zur Situation einer Zweitwohnung in der Schweiz resultiert hingegen eine tiefere Steuerrechnung, dafür sind Sie zusätzlich im Land Ihrer Zweitwohnung beschränkt steuerpflichtig.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

Margrit Schmidlin
lic. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
www.oekberatung.ch

Die Sprachen der Liebe
Viele Paare sprechen nicht dieselbe Sprache, wenn es darum geht, ihre Liebe und Wertschätzung für den Partner zu zeigen. Dies führt zu Missverständnissen, zu Enttäuschungen und zu Distanzierung. Doch das muss nicht sein.
Wir lernen in unserer Entwicklung durch das Vorbild der Eltern, durch Einflüsse von Drittpersonen, von Medien, wie wir mit Gefühlen umgehen sollen. Dazu gehört auch eine Vorstellung, wie ich meinem Partner, meiner Partnerin meine Liebe zeige und umgekehrt wie mein Gegenüber mir seine/ihre Gefühle zeigen sollte. Es entwickelt sich also eine Art Sprache der Liebe und Wertschätzung.
In der Paarberatung zeigt sich jedoch, dass Paare oft Konflikte haben, weil sie aneinander vorbeireden, sich nicht verstehen oder verstanden fühlen, was zu zunehmender Frustration und Abkühlung der Gefühle führt. Dies hat möglicherweise damit zu tun, dass jede/r eine andere Sprache spricht. Da hilft es auch nicht, wenn ich mehr und lauter «Chinesisch» spreche, wenn der andere nur «Spanisch» versteht und spricht. Das Paar ist sich meist nicht bewusst, dass jede/r seine eigene Sprache hat, in der er/sie seine Gefühle zum Ausdruck bringt oder in der er/sie beim Gegenüber verstanden würde.
Gary Chapman hat folgende fünf Sprachen der Liebe definiert:
1. Kleine Geschenke von Herzen: Dies können kleine Zeichen, Aufmerksamkeiten sein wie z.B. ein Zettelchen, sms schreiben, eine Einladung oder Überraschung.
2. Lob und Anerkennung: ab und zu danke sagen, ein Kompliment machen, Freude ausdrücken.
3. Zweisamkeit: bewusst Zeit zu zweit (auch ausserhalb der Wohnung) gestalten und verbringen, gemeinsame Projekte planen und realisieren.
4. Hilfsbereitschaft: den Partner, die Partnerin unterstützen, ihm/ihr etwas zuliebe tun, Teamwork, Beistand und Entlastung bieten in schwierigen Zeiten.
5. Zärtlichkeit: Berührungen und Zärtlichkeiten im Alltag, Umarmungen, kuscheln, streicheln, verführen, Sexualität.
Selbstverständlich kommt es auch mit der gleichen Sprache zu Missverständnissen und Spannungen; es kann jedoch hilfreich sein, sich zu fragen, welche Sprache/n sprechen wir beide eigentlich. Welche Zeichen sende ich, um meine Liebe zu zeigen und welche Zeichen erwarte ich, damit ich mich geliebt fühle? Sprechen wir dieselbe Sprache? Vielleicht ist z.B. die Frau enttäuscht und frustriert, weil sie sich ab und zu eine kleine Aufmerksamkeit oder ein Lob wünscht, und der Mann ist frustriert, weil sie ihm nicht bei der Gartenarbeit hilft oder ihm zu wenig Zärtlichkeit schenkt.
Vielleicht haben Sie ein Aha-Erlebnis, wenn Sie feststellen, dass Sie verschiedene Sprachen haben und deshalb die Sprache des anderen bisher nicht wahrnehmen und verstehen konnten. Zu wissen, welche Sprache der Partner/ die Partnerin spricht, wie jemand seine Wertschätzung ausdrückt, kann helfen, Brücken zu bauen und eine bessere Verständigung und gegenseitiges Verständnis zu fördern.

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.oekberatung.ch

Von Cedric Meyer, Vizepräsident Jugendparlament Aargau , Vizepräsident SVP Bezirk Rheinfelden, Rheinfelden

Von Heiner Bühler, Obermumpf

Von Maximilian Reimann, ehem. National- und Ständerat, Gipf-Oberfrick

lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
www.advokatur-trias.ch

Wann ist Lügen strafbar?
Das Schweizer Strafrecht geht mit Lügnerinnen und Lügnern sanft um. So ist die einfache mündliche Lüge in der Regel nicht strafbar. Ein Beschuldigter darf zur Sache immer schweigen. Er hat das Recht zu schweigen bzw. die Aussage zu verweigern. Aber auch, wenn er spricht, darf er lügen, zumindest soweit er sich nicht dadurch strafbar macht. Lügt ein Beschuldigter, um sich selbst zu entlasten, spricht man auch von einer Schutzbehauptung.
Führt eine Person mit ihren unwahren Angaben die Rechtspflege in die Irre (Irreführung der Rechtspflege), zeigt sie einen Nichtschuldigen an (falsche Anschuldigung) oder begünstigt sie damit einen Straftäter (Begünstigung), dann macht sie sich mit ihrer mündlichen Lüge wegen eines Rechtspflegedelikts strafbar. Verletzt sie mit ihren unwahren Angaben eine Person in ihrer Ehre, dann macht sie sich der Verleumdung oder üblen Nachrede strafbar.
Strafrechtlich relevant werden kann eine Lüge auch als Aussagedelikt in einem Verfahren, wie zum Beispiel bei einer Falsch­aussage eines Zeugen vor Gericht (falsches Zeugnis), der immer die Wahrheit zu sagen hat, wenn er eine Aussage macht (in bestimmten Fällen hat der Zeuge ein Zeugnisverweigerungsrecht). Wer sodann in einem Zivilrechtsverfahren als Partei nach erfolgter richterlicher Ermahnung zur Wahrheit und nach Hinweis auf die Straffolgen eine falsche Beweisaussage zur Sache macht, macht sich ebenfalls strafbar (falsche Beweisaussage einer Partei).
Als Spezialfall der Täuschung kann eine Lüge auch ein Betrugsdelikt darstellen, wenn jemand bspw. ein ganzes Lügengebäude errichtet und dadurch ein Opfer arglistig täuscht, wodurch dieses Vermögen preisgibt. Hier kann der Lügner als Betrüger bestraft werden.
Grundsätzlich ist lügen jedoch nicht strafbar. Das gilt auch für schriftliche Lügen, es sei denn, man macht die falschen Angaben in einer Urkunde (Falschbeurkundung, falsches ärztliches Zeugnis etc.).
Das Schweizer Strafrecht fasst Lügen nach dem Gesagten also mit Samthandschuhen an: Lügen ist grundsätzlich erlaubt! Dies ganz im Widerspruch zu moralischen Wertvorstellungen oder religiösen Geboten (in der Bibel ist es das 8. Gebot), die das Lügen untersagen, aber wohl im Einklang mit der gelebten Realität, in der Lügen leider oftmals zum Alltag gehört. Das Strafrecht greift in diesem Bereich aber erst ein, wenn es darum geht, bestimmte Rechtsgüter des Einzelnen, der Gemeinschaft oder des Staates vor Lügen zu schützen.

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Von Marina Blumberg, Rheinfelden

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