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Ratgeber

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
• www.vinzenz-apotheke.ch

Darmgeschichten 4: Darmspiegelung
Seit der Darmkampagne der Ärzte und Apotheken vor einigen Jahren ist die Wichtigkeit der Darmkrebsvorsorge der Bevölkerung bewusst.
Wann: Ab dem Alter von 50 Jahren wird eine Vorsorgekoloskopie empfohlen. Bei einer familiären Vorbelastung, wie dem Vorkommen von Dickdarmkrebs in der Familie, kann eine Vorsorge ab dem 20. Lebensjahr sinnvoll sein (mit dem Hausarzt besprechen). Ebenso sind bestimmte Krankheitsbilder ein Grund, dass Ihr Hausarzt eine Darmspiegelung veranlasst: Verdacht auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Blut im Stuhl, unklare Stuhlgangs-Veränderungen wie länger andauernde, abwechselnde Verstopfungen und Durchfälle. Vorgängig wird er eine ausführliche Anamnese erheben: Durch genaues Erfragen der Umstände wie Essverhalten, Gewichtsverlust ohne Diätanstrengung, Schmerzen im Bauchraum etc. und Abhören, Abtasten des Bauches werden Vorerkenntnisse gewonnen. Schnelltests (war damals der Beitrag der Apotheken) können nicht sichtbares Blut im Stuhl bestimmen. Mit einem positiven Ergebnis kann eine Erkrankung vorliegen und man sollte weiter abklären.
Vorbereitung: Der Dickdarm muss vollständig entleert werden, um eine «Behinderung» der Untersuchung durch Stuhlreste auszuschliessen. Man will die Schleimhaut gänzlich beurteilen können. Ihr Arzt klärt vorgängig mit Ihnen, wie Sie mit Ihrer üblichen Medikamenten-Einnahme umgehen (manchmal müssen Blutverdünner abgesetzt werden). Er informiert mit Hilfe eines Merkblattes, wie Sie vorgehen müssen. Es wird normalerweise diese Informationen enthalten: Sie sollten 24 Stunden vorher keine schwer verdauliche Nahrung aufnehmen. Unter schwerverdaulich versteht man, vom Verdauungstrakt nur bedingt zersetzbare Lebensmittel wie: Ballaststoffe, besonders fettreiche oder eiweissreiche Nahrung. Kurz die Lebensmittel, die Probleme verursachen können und zu Blähungen, Durchfall, Sodbrennen oder Verstopfung führen.
Noch ein Wort zu den Ballaststoffen. Sie sind für unser Wohlergehen sehr wichtig, werden aber hauptsächlich von unseren Darmbakterien abgebaut und dazu muss der Darm sie erst einmal beherbergen. Darum sollte man langsam auf Vollkornprodukte umsteigen, damit die Bakterien sich ansiedeln können. Darmbakterien sind Gäste, die nur bleiben, wenn sie sich wohlfühlen.
Unter leichtverdaulichem Essen dagegen versteht man fettarmes Fleisch oder fettarme Wurstsorten, fettreduzierte Milch oder Milchprodukte, Gemüse, Fisch, auch hier eher magere Sorten wie Seelachs, Kabeljau oder Zander. Weissmehl-Produkte wie Teigwaren, weisser Reis die sogenannten «ungesunden» Nahrungsmittel sind jetzt kurzzeitig zu konsumieren.
Ebenfalls sollten alle Nahrungsmittel, die «Körnli» enthalten, bereits einige Tage vorher gemieden werden. Sie bleiben länger an der Schleimhaut haften. Das betrifft auch alle Marmeladen mit Früchten, die Körnli enthalten wie Erdbeeren, Kiwi etc. Natürlich auch diese unverarbeitet.
Die letzte feste Mahlzeit ist das Mittagessen vor der Darmspiegelung. Von da an gibt es nur noch Brühe, Tee und Wasser. Bei allgemeiner Darmträgheit sollte unter Umständen bereits früher mit dieser kurzfristigen Ernährungsumstellung begonnen werden. Der Arzt verordnet Ihnen ein Präparat, das zu bestimmten Zeiten getrunken wird und eine vollständige Entleerung ermöglicht. Normalerweise erhalten Sie je Präparat eine genaue Anweisung, wieviel Sie bis wann getrunken haben müssen. Da das Abführen durchschlagend funktioniert, sollte das WC für Sie in einem adäquaten Rahmen (Weg und Zeit) erreichbar sein. Der Geschmack des Präparates ist eventuell wählbar, und die Temperatur (kalt) kann ebenfalls die Einnahme erleichtern.
Ablauf: Die Untersuchung ist normalerweise völlig schmerzfrei. Eine leichte Sedierung hilft dabei. Man liegt in einer bequemen Seitenlage und der Arzt führt das Koloskop behutsam in den Darm ein. Ein «Aufblasen» des Darmes mittels Luft oder CO2 glättet die Falten und erlaubt eine bessere Beurteilung durch die Kamera. Mittels winziger Zangen können sofort Proben entnommen werden oder Schlingen können Polypen entfernen. Nach einer halben Stunde ist die Untersuchung abgeschlossen und Sie dürfen wieder heim. Durch die Sedierung ist eine Begleitperson hilfreich, Autofahren dürfen Sie selber nicht! Der Arzt wird Ihnen einen ersten Eindruck erklären und eine allenfalls nötige Gewebeuntersuchung veranlassen.
Anschliessend: Die vollständige Darmentleerung hat natürlich einen grossen Einfluss auf die Darmbewohner, die Darmbakterien. Die sind mehrheitlich weg. Eine schnelle Wiederansiedlung mithilfe von Darmbakterien-Präparaten kann zu diesem Zeitpunkt sehr sinnvoll sein. Selbstverständlich werden Sie mit der Nahrung die Bakterien-Vielfalt ebenfalls wieder herstellen, einfach nur viel langsamer. Gesäuerte Produkte wir Bifidobakterien enthaltende Milchprodukte, Sauerkraut etc. helfen da.
Bei Fragen wenden Sie sich an uns oder jede andere medizinischen Fachstelle.

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Christoph Zehnder, eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Machen die westlichen Zentralbanken einen guten Job?
Angesichts der auf ein sehr hohes Niveau angestiegenen Inflation geraten die Zentralbanken in ungewohnte Erklärungsnot. Sie haben zu lange an ihrer ultraexpansiven Geldpolitik festgehalten und gehofft, dass die ansteigende Inflation nur temporär sein sollte. Nun liegt die Inflation teilweise im zweistelligen Bereich, eine Höhe, die in den Industrieländern mehr als 40 Jahre nicht mehr gesehen wurde.
Die Hauptaufgabe der Zentralbanken ist es, für Preisstabilität zu sorgen, also tiefe und stabile Inflationsraten zu erreichen. Dies haben sie offensichtlich nicht erreicht. War es nur Pech, dass unsere Zentralbanken den Inflationsanstieg nicht kommen sahen? Lagen sie wenigstens besser als die Zentralbanken der historisch oft mit höherer Inflation kämpfenden Zentralbanken von Schwellenländern? Leider nein und nochmals nein.
Das folgende Zitat aus dem aktuellen Monatsbericht von quantex.ch, von einem erfolgreichen Fondsmanager, trifft es meiner Meinung nach ziemlich gut: «Als die Inflationsrate im Februar 2021 erstmals nach dem Corona-Crash wieder die Marke von 5 % durchbrach, reagierte die Notenbank entschlossen und erhöhte die Zinsen um 0,75 %. Die Rede ist natürlich von der brasilianischen Zentralbank, nicht den Schnarchnasen des amerikanischen Fed oder der EZB, welche das ganze Jahr 2021 noch mit Träumereien über ‹transitorische Inflation› verbrachten. Erst mehr als ein Jahr später, im März 2022, begann die US-Notenbank mit dem ersten Zinsschritt auf 0,5 %, als die Teuerung bereits 7,9 % erreicht hatte. Die EZB verharrte noch länger im Tiefschlaf und erhöhte die Zinsen erstmals im Juli dieses Jahres aus dem negativen Bereich auf 0% – bei einer Inflationsrate von damals schon 8,6 %.»
Je länger die Zentralbank auf beiden Augen inflationsblind war und zugewartet hat, desto höher ist heute die Inflation: am schlimmsten, wie oben erwähnt, die EZB, wo die Inflation aktuell über 10 % liegt, die USA scheint immerhin den Peak hinter sich zu haben, liegt aber immer noch bei extrem hohen fast 8%. Auf der anderen Seite liegt in Brasilien, um das obige Beispiel aufzunehmen, die Inflation bei etwas über 6 % oder in Indonesien leicht unter 6 %.
Dass der Peak der Inflation in den USA vermutlich hinter uns liegt, ist leider nur ein kleiner Trost. Erstens ist der Schaden der vergangenen Inflation bereits Tatsache (über die vergangenen zwei Jahre hat sich das Preisniveau um fast 15 % verteuert) und zweitens hat sich in der Vergangenheit die Inflation meist als sehr zäh erwiesen. Die FED tut gut daran, die Inflation mit höheren Zinsen für längere Zeit und der Reduktion ihrer Bilanzsumme entschieden zurückzudrängen, auch wenn dies das Wirtschaftswachstum vorerst natürlich bremsen und an der Aktienbörse keinen Anklang finden wird.
Auf der anderen Seite scheinen gewisse Schwellenländer-Zentralbanken aus der Vergangenheit gelernt und die Inflation besser im Griff zu haben. Dies und vor allem die in diesem Jahr noch weiter gesunkenen Bewertungen sprechen unserer Meinung nach für Investitionen in günstige Schwellenländeraktien.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

Margrit Schmidlin
lic. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
www.oekberatung.ch

Der erste Eindruck: Fakt oder Fake?
Eine Volksweisheit besagt, dass der erste Eindruck, den wir von einem Menschen gewinnen, oft zutreffend und richtig sei. Doch aus Sicht der psychologischen Wissenschaft und der Lebensrealitäten kann diese Sichtweise kritisch hinterfragt werden.
Denn in der Wahrnehmung unseres Umfeldes spielen verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle, die den ersten Eindruck bestimmen: Da ist zunächst unser durch Gene angelegtes «Amphibiengehirn», das unbewusst innert kürzester Zeit entscheidet, ob ein bestimmtes Objekt oder Subjekt, eine Situation eher eine Bedrohung darstellt oder harmlos ist, um entweder reflexartig eine Fluchtreaktion oder einen Angriff oder eine neugierige Annäherung hervorzurufen. Im Weiteren spielen ebenfalls unbewusst das Aussehen, der Geruch, die Stimme, die Mimik und Körpersprache, die Kleidung und das Aussehen eine wesentliche Rolle dabei, ob wir einen Menschen als eher sympathisch oder unsympathisch einschätzen. Erscheint uns der Unbekannte / die Unbekannte irgendwie «fremd» oder erinnert er/sie uns bewusst oder unbewusst in irgendeiner Weise an jemanden, mit dem wir schlechte Erfahrungen gemacht haben, so werden wir auch den Neuling eher unsympathisch und abwertend beurteilen.
Ist dieser erste Eindruck einmal gegeben, kommt dann hinzu, dass der Mensch tendenziell weitere neue Informationen so aufnimmt und verarbeitet, dass sie in sein/ihr bestehendes vorgefasstes Bild passen. Wenn mir also jemand unsympathisch erscheint, werde ich später eher nur jene neuen Informationen über ihn/sie aufnehmen, die in meine Überzeugung passen und die positiven Eigenschaften eher ausser Acht lassen. Umgekehrt sehe ich vor allem die positiven Eigenschaften, wenn mir jemand zu Beginn schon sympathisch war und schaue über negative Eigenschaften oder Erfahrungen hinweg. Die vorgefasste Meinung ist dann nur allmählich und schwer zu verändern. Doch wie oft haben Sie sich schon in einem Menschen getäuscht?
Studien haben gezeigt, dass Menschen, die jung, attraktiv, verbal geschickt, intelligent und erfolgreich sind, insgesamt positiver eingeschätzt werden, unabhängig von ihrem Charakter oder ihrem Verhalten! Auch Narzissten und Soziopathen können sehr wohl charmant und gewinnend wirken, obwohl sie kaum zu wahrer Empathie fähig sind. Diese Fehleinschätzung zeigt sich auch in der Verwunderung, dass ein Mensch, der von seinen Arbeitgebern oder Nachbarn als nett, unauffällig und harmlos eingestuft wurde, doch zum Straftäter geworden ist. Kürzlich war in der Presse zu lesen, dass rund die Hälfte der Kinder in der Schweiz von häuslicher Gewalt betroffen seien; mit grosser Wahrscheinlichkeit kennen Sie demnach jemanden, der davon betroffen ist, sei es als Opfer oder als Täter/in.
Auf der anderen Seite gibt es durchaus auch positive Überraschungen bei Menschen, die uns anfänglich eher unsympathisch erschienen sind: Wenn wir die Gelegenheit haben und ihnen die Chance geben, sie besser kennenzulernen, entdecken wir doch «plötzlich» positive Eigenschaften, die wir nicht vermutet hätten. Daraus können wertvolle Beziehungen und tiefe, verlässliche Freundschaften oder auch Liebesbeziehungen entstehen zu Menschen, die zuvor nicht in unser «Beuteschema» gepasst haben.
Das Unbewusste spielt insgesamt in unserer Wahrnehmung und Beurteilung von einer Person oder Situation eine oft grössere Rolle, als wir meinen. Die vermeintlich vernünftigen Argumente und Überzeugungen, die wir in der Beurteilung anführen, sind meist die Folge von unbewussten Prozessen und Gefühlen. Unsere Einschätzung ist nicht so objektiv, wie wir glauben, sondern sie folgt der Richtung, die unsere Gefühle vorgegeben haben.
Es lohnt sich somit, auch unserer eigenen Wahrnehmung und unserem Urteil gegenüber skeptisch zu sein, denn es gibt immer auch eine andere Sichtweise, eine andere Wahrheit als die unsere!

Fragen richten Sie gerne an:
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MLaw Pascal Messerli
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
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Rechtsüberholen, nicht nur auf der Strasse unübersichtliche Verhältnisse!
Nirgends kommen so viele Menschen mit dem Gesetz in Konflikt wie beim Strassenverkehrsrecht. Ob zu hohe Geschwindigkeit, nicht genügender Sicherheitsabstand, falsches Parkieren oder nicht erlaubtes Rechtsüberholen – der ansonsten unbescholtene Bürger macht sich im Strassenverkehr schneller strafbar, als man vielleicht annehmen mag. In diesem Beitrag wird die Problematik des Rechtsüberholens thematisiert: Für den Gesetzgeber und die Gerichte eine schwierige Zangengeburt, für die Fahrzeuglenker nicht nur auf der Strasse unübersichtliche Verhältnisse!
Rechtsüberholen ist gemäss Strassenverkehrsgesetz (SVG) grundsätzlich nicht erlaubt, die linke Spur gilt, wie allen Autofahrern bekannt, als Überholspur. Da der Verkehr auf den Strassen in den letzten Jahren jedoch immer mehr zugenommen hat und Staus zu gewissen Stosszeiten unter der Woche morgens und abends vorprogrammiert sind, ist das Rechtsüberholen auf Schweizer Autobahnen alles andere als eine Seltenheit. Aus diesem Grund mussten sich sowohl die Gerichte als auch der National- und Ständerat in der Vergangenheit häufig mit der Frage auseinandersetzen, welche Formen von Rechtsüberholen strafbar sein müssen und welche nicht. Nachdem das Bundesgericht im Jahr 2016 in einem Grundsatzentscheid die Voraussetzungen für erlaubtes passives Rechtsvorbeifahren präzisierte, regelt das Gesetz seit Januar 2021 ebenfalls explizit den Unterschied zwischen erlaubtem Rechtsvorbeifahren und verbotenem Rechtsüberholen. In Situationen, in denen auf beiden oder auf drei Fahrspuren dichter Kolonnenverkehr herrscht, sich der Verkehr auf der linken Überholspur verlangsamt, auf dieser Spur ein sogenannter Handorgel-Effekt entsteht und auf der Normalspur schneller gefahren werden kann, ist das passive Rechtsvorbeifahren erlaubt. Nach wie vor verboten bleibt hingegen das Rechtsüberholen, also von der linken Spur nach rechts ausschwenken, an anderen Fahrzeugen vorbeifahren und wieder auf die linke Spur einbiegen. Dies wird aber neu nur noch mit einer Ordnungsbusse bestraft.
Wann ein konkretes Rechtsüberholen strafbar ist, muss auch bei den neuen Regelungen im Einzelfall geprüft werden. Dabei stellt sich bei jeder Situation die Frage, ob beispielsweise dichter Kolonnenverkehr und der Handorgel-Effekt auf der linken Spur vorhanden sind. Zudem sind juristische Grauzonen zwischen Rechtsüberholen und Rechtsvorbeifahren vorprogrammiert, je nachdem, wie einzelne Fahrspurenwechsel mit einem Rechtsvorbeifahren in Gesamtzusammenhang gebracht werden. In solchen Fällen lohnt es sich auf jeden Fall, frühzeitig juristische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Was sollten Sie beachten:
– Überholen Sie auf der Autobahn andere nur rechts, wenn die Verkehrssituation nichts anderes zulässt und man effektiv auch von einem grossen Verkehrsaufkommen und Kolonnenverkehr sprechen kann.
– Unterlassen Sie die Kombination nach rechts ausschwenken, vorbeifahren, und nach links wiedereinbiegen innert kurzer Zeit bzw. wenigen 100 Metern gänzlich.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Credit Suisse vor massiven Veränderungen
Es hat lange für einen «Neuanfang» gebraucht. Credit Suisse scheint es nun endlich und reichlich spät ernst zu meinen und räumt ihren «Laden» auf. Das sind eigentlich gute Nachrichten für die CS-Kunden, da das Geschäftsmodell viel stabiler werden sollte und man sich über Gelder bei der CS zukünftig wieder weniger Gedanken machen muss. Nicht ganz so toll sieht es für einige Mitarbeiter aus, stehen doch weitere massive Stellenreduktionen an.

Ist mein Geld bei der CS noch sicher?
Ich persönlich denke schon. Einerseits gilt für jeden Bankkunden: 100 000 Franken sind über einen schweitzweiten Einlegerschutz bei allen Banken gesichert. Wertschriften wie Aktien oder Obligationen gehören nie zur Konkursmasse, falls eine Bank im schlimmsten Fall in den Konkurs gehen würde. Ausnahme natürlich, falls man Obligationen von genau dieser Bank hat. Die Kapitalbasis der CS ist trotz happigsten Verlusten nach wie vor solide. Mit der in Kürze kommenden Aktienkapitalerhöhung danach auch wieder überdurchschnittlich. Nach den Skandalen um die UBS in der Finanzkrise, den Wirren um den ehemaligen Raiffeisen-Chef hat es nun auch die CS voll getroffen. Ich hoffe, dass man nun die richtigen Schlüsse aus diesen Debakeln zieht und die Zeit, der überufernden Boni (auch in Verlustjahren!) endlich Geschichte sind. Auch die Tatsache, dass niemand an diesem Desaster schuld ist oder in die Verantwortung genommen wird, ist stossend.

Der Kunde ist nicht mehr König: weitere Episode
Bei einem bei mir sehr seltenen Bargeldbezug am Schalter wurde ich von einem jungen, motivierten Mann am Schalter darauf aufmerksam gemacht, ich müsse so unterschreiben, wie ich auf der Unterschriftenkarte unterschrieben hätte. Das war wahrscheinlich vor rund 20 Jahren. Zum Glück war ich gut gelaunt… Es ist mir schon sehr viel passiert. Das hat mir aber fast die Sprache verschlagen.

Zur Rose zum dritten
Manchmal geht es schnell. Die von mir empfohlene kurze Zur-Rose-Obliga­tion wurde bereits vorzeitig zurückgekauft. Wenn alle Ideen immer so und vor allem so schnell aufgehen würden…. Gleichzeitig ist der Aktienkurs aber nochmals massiv gefallen. Eigentlich interessant, aber wirklich nur etwas für risikofreudige Anleger mit starken Nerven.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Darmgeschichten 3: Der Aufbau des Darmes
(Dieser Teil ist sehr lustig zu lesen im gleichnamigen Kapitel des Buches von Giulia Enders). Wir beschreiben hier nur in kurzer Form das Wichtigste.
Nach dem
– Mund (Beginn der Verdauung durch Kauen und Durchmischen der Nahrung mit Speichel) kommt der Brei durch die
– Speiseröhre (über einen seitlich gelegenen Eingang) in den
– Magen. (Der «schiefe Beutel» erlaubt eine rasche Passage alles Flüssigen entlang der kurzen Seite und ein gutes Durchkneten des Festeren in der grossen Seite.) Der oben gelegene Hohlraum ist meist mit Luft gefüllt und kann auf das Herz und die Eingeweidenerven drücken (Fachausdruck: Römheldsyndrom). Das wird als Schmerz im Brustbereich, ähnlich einem Herzinfarkt, wahrgenommen. Betroffene reagieren unterschiedlich, es ist ihnen unwohl oder kann Schwindel verursachen. Dagegen hilft nur, die Luft durch «Rülpsen und Furzen» entweichen zu lassen und der Verzicht auf blähendes Essen bzw. Vermeidung von zu grossen Portionen. Ein gut gefüllter Magen drückt immer auch auf die Lunge. Darum ist «tief Einatmen» dann schlecht möglich. Danach folgt der
– Dünndarm. Er ist unser Hauptspezialist der Nahrungsaufnahme. Mit seinen 3 bis 5 Metern ist er der längste Teil des Verdauungstraktes. Um seine Funktion erfüllen zu können, vergrössert er seine Oberfläche auf 60 bis 200 m2 (die Angaben sind je nach Lehrbuch unterschiedlich). Das geschieht einerseits durch Falten und andererseits durch Zotten. Auf einen Quadratmillimeter Darmhaut ragen 30 winzige Zotten (fingerförmige Ausstülpungen) in den Nahrungsbrei. Letztere sind mit zotteligen Ausstülpungen besetzt, der sogenannten Glykokalix (=Zuckergebilde. Sie sehen ähnlich aus wie Hirschgeweihe). Eine weitere Vergrösserung kommt durch «Einstülpungen» sogenannte Krypten zustande. Sie sind noch zahlreicher als die Zotten. Hier findet die kontinuierliche Erneuerung der Epithelschicht statt. Diese Epithelschicht trennt unser Inneres (die Blutseite) vom Äusseren (das Darmlumen, in dem sich der Nahrungsbrei befindet). Alles glattgestrichen, käme man auf 7 Kilometer Darmlänge. Warum ist das nötig? Der Nahrungsbrei ist durch Kauen im Mund, Kneten im Magen und der weiteren Hilfe von Verdauungssäften in kleinste Einheiten zerteilt worden. Damit ist eine Nährlösung von Milliarden von energiereichen Molekülen entstanden. Sie können durch die dünne Epithelschicht aufgenommen werden.
Exkurs: Diese Zotten verschwinden bei der Krankheit Zöliakie. Die daran Erkrankten können diverse Nahrungsbestandteile, insbesondere Glutenhaltiges, nicht vertragen. Der Darm entzündet sich ohne Nahrungsumstellung chronisch und die Zotten verschwinden während dieses Prozesses. Ein Verzicht auf glutenhaltiges Essen ist unvermeidbar!
Was dann noch übrig ist, gelangt als «Unverdauliches» in den
– Dickdarm. Hier finden wir keine Zotten mehr. Dieser Abschnitt nimmt hauptsächlich Flüssigkeit, sprich Wasser und Mineralstoffe, auf. Abgesehen von den kurzkettigen Fettsäuren werden im Dickdarm keine Nährstoffe mehr aufgenommen. Sie werden hauptsächlich von den hier zu findenden «treuen Helfern», den Darmbakterien, gebildet. Auch hier finden sich Erkrankungen wie Entzündungen (ein anderes Thema für einen Ratgeber). Anschliessend verlässt der eingedickte Brei als Kot unseren Körper.
Diese Darmbakterien werden wir in den nächsten Ratgebern vorstellen. Sie sind Gegenstand einer intensiven Forschung und können unsere Gesundheit massgeblich beeinflussen. Es wird auch Sie faszinieren.

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Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Sehnen- / Sehnenscheidenentzündung und Blutegel
Sehnenscheiden sind dazu da, lange Sehnen, die mit erhöhter Spannung über ein Gelenk laufen, wie beispielsweise die Sehnen der Handstrecker oder Handbeugemuskulatur, zu führen. Durch Produktion von Schmiere nach innen vermindern sie Reibung.
Die Sehnenscheidenentzündung oder medizinisch Tendovaginitis tritt oft am Handgelenk auf. Nach Überbeanspruchung durch Computer-Arbeit oder Gamen, beim Sport oder bei Musikern nach intensivem Spiel kann es zur Entzündung kommen. Weiter oben beim Ellenbogen kann es zum sogenannten «Tennisellenbogen» am äusseren Gelenksvorsprung (Epicondylus) oder zum «Golferellenbogen» entsprechend am inneren Vorsprung kommen. Zuerst schwellen die Sehnen oder Sehnenansätze an, können dadurch nicht mehr genug Schmiere produzieren, die Reibung und mit ihr auch die Entzündung verstärken sich. Es zeigen sich zunehmend ausstrahlende dumpfe Schmerzen, allenfalls Schwellung, ein Spannungsgefühl und Bewegungseinschränkung.
Klassisch verordnet wird bei diesen Krankheitsbildern als erste Massnahme Ruhigstellen mittels Bandage oder Schiene und möglichst Vermeiden der auslösenden Bewegung, entzündungshemmende Schmerzmittel. In der Naturheilkunde setzt man bei akuter Entzündung je nach Stadium auf Quark- oder wärmende Wickel. Auf jeden Fall werden bei immer wiederkehrenden Beschwerden Kollagen empfohlen, und zwar in Form von Markbeinsuppe oder Hühnersuppe.
Was viel zu wenig bekannt ist: Eine Blutegeltherapie kann im akuten sowie auch im chronifizierten Stadium Abhilfe schaffen. Der Blutegel bringt mit seinem Speichelsekret verschiedene Sustanzen in die Haut des Patienten ein. Die Wirkstoffe Hirudin, Bdellin, Eglin und Calin wirken lokal blutgerinnungshemmend und entstauend über die Lymphe. Andere Speichel-Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd. Die Besaftung der Bänder und Sehnen sowie des umliegenden Bindegewebes wird verbessert und der Körper kann mit seinen eigenen Regenerationsmechanismen wieder besser eingreifen. Bei akuten Entzündungen bringen Egel eine schnelle Erleichterung und regen die Selbstregenerations-Mechanismen an.
Auch nach Operationen an Sehnen
Greifen alle diese «konservativen» Methoden nicht, wird eine Operation in Erwägung gezogen. Eine Operation der Sehnenscheiden im Bereich des Handgelenks birgt jedoch aufgrund der sehr feinen Strukturen ein gewisses Risiko. Eine Operation ist deshalb erst dann eine Option, wenn alle sog. «konservativen» Methoden nicht greifen und wird gut abgewogen. Nach erfolgter Operation ist eine Blutegeltherapie allenfalls sinnvoll, wenn über längere Zeit eine Entzündung mit Schwellung und Schmerzen besteht, ohne dass eine mechanische Ursache gefunden werden kann oder bei Bewegungseinschränkung infolge einer Verklebung einzelner Strukturen.

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Christoph Zehnder, eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Warum ist die Inflation so stark angestiegen?
Die Inflation ist bekanntlich in den letzten Monaten auf seit 30 oder noch mehr Jahren nicht mehr gesehene Höhen angestiegen. Der wichtigste Treiber dahinter war die viel zu unvorsichtige ultraexpansive Geldpolitik der letzten Jahrzehnte. Zusammen mit den «externen» Faktoren wie Covid-Lieferkettenproblemen, Covid-Ankurbelungskrediten und dieses Jahr nun auch noch dem Ukrainekrieg mit den nachfolgenden Sanktionen und Energiepreisanstiegen hat sich ein giftiges Inflationsgemisch ergeben.
In den USA liegt die Inflation derzeit bei +8,3%, im Euroraum gar bei +10% gefährlich hoch.
Die US Notenbank FED hat relativ lange zu wenig energisch reagiert, aber nach dem Motto «besser spät als nie» die Zinsen dann doch energisch angehoben. Noch nicht viel ist bei der Reduktion der Bilanzsumme gelaufen, das müsste auch noch kommen.
EZB hat viel Glaubwürdigkeit verloren
Das europäische Pendant, die EZB, hat den Ernst der Lage aber noch viel länger ganz bewusst «verkannt». Aus Angst davor, dass die teilweise hochverschuldeten Länder höhere Zinsen nicht verkraften würden, hat sie bis vor etwa vier Monaten «den Vogel Strauss gemacht». Viel Glaubwürdigkeit, dass sie die Inflation ernsthaft bekämpfen würde, hat sie nicht mehr.
Mit der BoE kippt die erste Zentralbank
Interessant war auch die Reaktion der Bank of England. Diese hat ähnlich wie die FED mit Zinserhöhungen und der Ankündigung einer Reduktion der Bilanzsumme auf den Anstieg der Inflation reagiert. Nachdem allerdings die neue britische Premierministerin Truss trotz bereits hohem Defizit auch noch die Steuern für Gutverdiener reduzieren wollte, stürzte das Pfund ab und die Zinsen der britischen Staatsanleihen stiegen deutlich an. Das war bereits genug. Die BoE kippte als erste Zentralbank um: Sie stoppte den geplanten Verkauf der britischen Staatsanleihen und begann wieder mit deren Kauf, angeblich nur für einen Monat.
Werden weitere wankelmütige Zentralbanken folgen? Dies wird die «1-Million-Dollar-Frage» sein: Bleiben die grossen Zentralbanken standhaft in ihrer Hauptaufgabe und kämpfen glaubhaft gegen die Inflation, auch wenn der Preis eine gewisse Abschwächung der Wirtschaft oder gar eine Rezession sein wird? Oder kippen sie wie die BoE um, sobald volkswirtschaftliche Schmerzen anstehen und höhere Arbeitslosigkeit den Druck auf die Zentralbanker erhöht, nicht allzu stark zu bremsen?
Anlageimplikationen
Bei Inflation, höheren Zinsen, vermutlich sinkenden Gewinnmargen und leider immer noch nicht gebannter Gefahr einer weiteren Eskalation im Ukrainekrieg wäre ein tieferes Kursniveau eigentlich plausibel. Aber es ist auch logisch, dass eine über Jahre angestaute Überbewertung nicht innert ein paar wenigen Monaten korrigiert. Die Bewertungen sind zum Glück nicht überall so hoch wie bei der US-Hauptbörse. Einige europäische Märkte oder auch die Emerging Markets scheinen mittlerweile günstig und eine technische Gegenreaktion der aktuell überverkauften Märkte ist immer möglich.
Auch auf Titelebene finden wir erstmals seit einiger Zeit diverse interessante Kandidaten: z.B. Holcim, VW, MesseSchweiz, Goldminenfonds oder einige Titel im Agrarbereich wie z.B. Nutrien.
Wir raten dazu, das Aktienuntergewicht leicht zu reduzieren, bleiben aber weiterhin bei einer vorsichtigen Anlagepolitik. Die Inflationszahlen dürften tendenziell etwas sinken (v.a. in den USA dank starkem USD), wir gehen aber nicht davon aus, dass Geldwertstabilität schnell erreicht wird. Ein Problem, das noch nicht breit diskutiert wird, könnten zudem sinkende Gewinnmargen sein. Die grossen Staatsdefizite dürften nach dem Wegfall verschiedener Covid-Stützungsmassnahmen geringer ausfallen. Dies ist aus Sicht nachhaltigerer Staatsfinanzen positiv, dürfte aber bei der einen oder anderen Firma die Gewinne schmälern. Nebst CHF Cash empfehlen wir auch eine Beimischung von Gold oder Platin.

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Cora Burgdorfer
dipl. Psychologin
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
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Die Todesanzeige
Der Brief liegt auf meinem Praxistisch und das Couvert lässt mich schon erahnen, dass es eine Todesanzeige sein könnte. Ich öffne ihn bange und sehe das Foto einer Klientin. Völlig unerwartet trifft mich diese Nachricht. Was? Das darf doch nicht wahr sein! Zwar liegt das letzte Gespräch schon etwas zurück, aber die Klientin ist mir so lebendig in Erinnerung. Verzweifelt zwar in der letzten Sitzung, aber nein, das kann doch kein Suizid sein? Die Abschiedsworte lassen die Todesursache offen. Ich denke mir alle möglichen Todesarten aus. Ich kann es nicht glauben, ich will es nicht glauben. Sie hatte den gleichen Jahrgang wie ich. Noch nicht ganz 60 Jahre alt. Das ist doch kein Alter zum Sterben! So viel gelebtes Leben, so viele Erfahrungen, so viele Krisen, so viele Ressourcen. Und jetzt: fertig? Sie wird nie mehr meine Praxis betreten, wir werden nie mehr gemeinsam lachen, sie wird nie mehr sagen: «Das ist eine gute Frage, darüber muss ich nachdenken.» Sie wird mir fehlen. Ich nehme das Patienten-Dossier hervor und lese die Akten durch. Habe ich etwas übersehen, habe ich etwas verpasst? Hätte ich etwas tun können, etwas verhindern können, ihr mehr Mut machen sollen? Muss ich mir Vorwürfe machen, ein schlechtes Gewissen haben? Nein, sagt die professionelle Stimme in mir. Du kannst nichts aufhalten, nichts verhindern. Du bist nicht allmächtig. Und doch? Waren da nicht Anzeichen? Ich gehe nochmals die letzten Jahre durch und bleibe immer wieder hängen. Da gab es Abstürze, Krisen, dunkle Phasen. Aber auch Fortschritte und Zuversicht, eine neue Beziehung und berufliche Perspektiven.
Ich spüre, wie die Trauer langsam hochkriecht. Ich will das nicht. Ich will diese Trauer nicht, ich will diesen Abschied nicht. Ich will nicht auf diese Klientin verzichten. Das darf doch alles nicht wahr sein. Aber da steht es schwarz auf weiss. Ich lege das Dossier zur Seite, zum Ablegen. Die Todesanzeige stelle ich auf den Tisch. Soll ich nun eine Kerze dazustellen? Nein, das ist übertrieben. Es ist ja schliesslich nur eine Klientin, keine Freundin. Nur eine Klientin? Sie war ein Mensch, der mir über Jahre hinweg ihre innersten Gedanken mitgeteilt hat. Ich suche eine kleine Kerze und zünde sie an. Adieu und ruhe in Frieden!
Bei dieser Gelegenheit wird mir wieder einmal bewusst, wie speziell eine «therapeutische Beziehung» ist. Einseitig, denn ich weiss sehr viel über das Leben meiner Klienten und sie wissen fast gar nichts über meines. Manchmal werde ich gefragt, wo ich in den Ferien war, und manchmal rutscht mir ein: «Ja, das kenne ich!» über die Lippen, wenn Klienten von schlaflosen Nächten mit ihren kleinen Kindern erzählen. Wenn man die Wirkfaktoren von Therapien untersucht, steht an erster Stelle die therapeutische Beziehung. Die Qualität dieser Beziehung trägt ganz wesentlich zum Erfolg einer Therapie bei. Der Klient muss sich verstanden, akzeptiert und wertgeschätzt fühlen, die «Chemie» muss stimmen, denn nur so kann sich jemand öffnen und Vertrauen fassen. Die Haltung der Therapeutin soll immer unterstützend, positiv und zuversichtlich sein, wertfrei und nicht verurteilend. Viele Klienten sagen: «Es tut gut, mit jemandem zu sprechen, der sonst in meinem Leben nichts mit mir zu tun hat und neutral auf die Situation blickt.»
Die meisten Menschen kommen in eine Therapie, weil sie zwischenmenschliche Probleme haben, sei dies mit dem Partner, der Partnerin oder mit der Mutter, dem Kind oder der Schwiegermutter. Diese Beziehungskonflikte können in einem geschützten Rahmen erlebt, besprochen und bearbeitet werden und die Klientin kann so eine neue Beziehungserfahrung machen. Die Möglichkeit alles aussprechen zu dürfen, manchmal jahrelang Unterdrücktes, schafft eine sehr spezielle, vertrauliche Atmosphäre und auch ein Machtgefälle zwischen der Therapeutin und der Klientin. Darin liegt eine grosse Verantwortung. Diese Vertrautheit schafft keinen Raum für die Anbahnung einer persönlichen Beziehung, dafür ist jederzeit die Therapeutin verantwortlich. Die Beziehung bleibt strikt innerhalb des therapeutischen Kontextes. Die Therapie soll helfen, den eigenen Weg zu finden und nicht eine neue Abhängigkeit zu schaffen, der Therapeut ist auch kein «Retter».
Meine Gedanken kommen zurück und ich fühle Demut: Ich durfte die verstorbene Klientin kennenlernen und sie begleiten. Ich habe versucht, sie in ihrem Wesen zu erkennen und sie auf ihrem Weg zu unterstützen. Wie immer am Ende einer Therapie bedanke ich mich für das Vertrauen und für die gemeinsam verbrachte Zeit. Und ich bin traurig.

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ass. iur. Aysel Mermer
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
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Es kriselt in der Ehe und Sie wissen nicht so recht, wie sie vorgehen sollen?
Der folgende Artikel enthält knappe Ausführungen zur Vorgehensweise.
In einem ersten Schritt können Sie es in Erwägung ziehen, aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen, ohne vorher ein Gericht aufsuchen zu müssen. Wenn Sie für klare Verhältnisse sorgen wollen, dann ist es empfehlenswert, über die Einzelheiten des Getrenntlebens eine gemeinsame Vereinbarung zu treffen. Dies kann unter anderem die Frage betreffen, wer nun in der gemeinsamen Wohnung bleibt und wer auszieht oder wie der Hausrat und die Möbel aufgeteilt werden sollen. All diese und viele weitere Fragen können in einer entsprechenden schriftlichen Vereinbarung aufgenommen werden. Diese können Sie entweder gemeinsam aufsetzen oder aber mit juristischer Hilfe. Falls Sie hierfür rechtliche Hilfe benötigen, können Sie sich gerne an unser Team wenden.
Sollte es aber während der Zeit des Getrenntlebens zu Uneinigkeiten kommen (bspw. weil jemand den Unterhalt für das gemeinsame Kind nicht zahlt) und man kann selbst nach mehreren Anläufen keine gemeinsame Lösung finden, so ist es sinnvoll, Hilfe beim Eheschutzgericht zu suchen. Im sog. Eheschutzverfahren geht es primär um die Beseitigung von Uneinigkeiten zwischen den Eheleuten. Auch wird das Eheschutzverfahren eingeleitet, um die Zeitspanne zwischen Getrenntleben und Scheidung zu regeln. Da Eheschutzmassnahmen betreffend Wohnung, Hausrat, Unterhalt, Steuer usw. meist über einen längeren Zeitraum Gültigkeit haben, besteht auch ein Interesse daran, den Eheschutzentscheid abzuändern, wenn wesentliche Veränderungen (bspw. bei der Erwerbstätigkeit) eingetreten sind. Die Abänderung des Eheschutzentscheides ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Wenn ein solcher Entscheid erwünscht ist, sollte ein entsprechendes Gesuch beim Gericht um Anordnung von Eheschutzmassnahmen eingereicht werden.
Wenn eine Scheidung im Raume steht, so stehen zwei Scheidungsvarianten zur Verfügung: Es wird zwischen der Scheidung auf gemeinsames Begehren und der Scheidung auf Klage unterschieden. Erstere liegt vor, wenn die Eheleute die Scheidung tatsächlich wollen. Dies gilt auch dann, wenn man sich lediglich über die Einzelheiten der Scheidung nicht einig wird. Der Wille zur Scheidung besteht nämlich weiterhin fort. Anders hingegen bei der Scheidung auf Klage, wo die Scheidung durch eine der Parteien nicht erwünscht ist. Hier müssen Sie dann in der Regel die zweijährige Trennungsfrist abwarten. In Ausnahmefällen kann hiervon abgewichen werden. Die Scheidung ist eine rechtliche Auflösung der Ehe durch ein Gericht, weshalb diese sinngemäss auch nur vor einem Gericht erfolgen kann.
Wenn Sie zur Regelung Ihrer eherechtlichen Probleme anwaltliche Unterstützung benötigen, können Sie sich jederzeit gerne an unser Team wenden.

Schriftliche Fragen richten Sie bitte an:
Ihre Anfragen werden diskret behandelt

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Europa in der Plan- wirtschafts(negativ)-Spirale
Auf jede Krise wird sofort mit massiven staatlichen Eingriffen reagiert. Dass all diese meist gut gemeinten Eingriffe aber auch starke Nebenwirkungen haben kann, wird oft vergessen oder bewusst in Kauf genommen, da man sie erst viel später spürt. Beispiel: Die extreme Solar- und Windkraftsubventionswelle in Deutschland vor wenigen Jahren ist aus meiner Sicht mitschuldig am heutigen Energieversorgungsdesaster. Selbst der Preis für grüne Wasserenergie war über eine längere Zeit so tief, dass neue Investitionen einfach völlig unrentabel waren. Wieso hat Frankreich heute so viele Kernkraftwerke in Revision? Es gab politisch und auch wirtschaftlich kaum Argumente, mehr als nötig zu investieren. Das rächt sich früher oder später immer. Natürlich konnte man nicht wissen, dass Erdgas so schnell zur Mangelware werden könnte. Aber die vor wenigen Jahren extrem tiefen Strompreise haben weder neue Investitionen (ausser subventionierte), noch übermässigen Unterhalt oder grosse Stromspar-übungen ausgelöst. Und nun zahlen wir die Zeche dafür.
Preisüberwacher kritisiert Bankgebühren
Die Margen der Banken hatten in der Negativzinsphase recht stark gelitten. Da wurde man kreativ und führte Gebühren ein, da gewisse Tätigkeiten sonst nicht kostendeckend seien. Ein Teil dieser Gebühren wird noch vom Preisüberwacher beanstandet. Gut so! Die Zinssituation hat sich in den letzten Monaten massiv verändert. Ich bin gespannt (aber nicht hoffnungsvoll…), ob die Banken den Spesendschungel nun wieder zu roden beginnen.
Der Kunde ist nicht mehr König – ausufernde Bürokratie
Kürzlich erlebt: Eine schriftliche Vollmacht eines Kunden zur Abklärung von offenen Steuerfragen wurde von seiner Bank nicht akzeptiert. Das sei nur auf ihrem offiziellen Formular möglich. Formalitäten sind wichtiger als ein Kundenwusch: Wir haben es schon weit gebracht, und die Tendenz ist erschreckend!
Zur Rose zum Zweiten
Nur zwei Wochen nach meinem Artikel hat zur Rose eine Aktienkapitalerhöhung durchgeführt und die Ausgabe einer Wandelobligation bekannt gegeben. Vor allem die Aktienausgabe war zu sehr tiefen Konditionen, was den Druck auf die Aktien verstärkt hat. Die von mir empfohlene kürzere Obliga-
tion sollte durch diese Kapitaltransaktionen gestärkt hervorgehen und die Rückzahlung sollte mit grösserer Wahrscheinlichkeit möglich sein.

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