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Meier Maurice. Foto: Michi Mahrer

NLB: Möhlin – Yellow/Pfadi Espoirs 18:26
(mm) Stark ersatzgeschwächt verlor der TV Möhlin sein letztes Saisonspiel gegen Yellow / Pfadi Espoirs mit 18:26 (8:12). Er hat zu Beginn gut dagegengehalten, sich gequält und gekämpft. In der zweiten Halbzeit blieb man zehn Minuten ohne Treffer und der Gegner zog davon.

Extra angereist waren die Greenhornets von Wacker Thun und brachten viel Trommelwirbel in die Halle. Und mit erlaubten 100 Zuschauern auf den Rängen kam richtig Stimmung auf. Vor dem Anpfiff wurden Maurice Meier (seit 2009/10 dabei) und Jürgen Spalinger (noch länger) mit einer kurzen Laudatio für ihre Vereins­treue gewürdigt. Alle ehemaligen Abgänge, die geholfen haben, dass der TV Möhlin beim Saisonabbruch im März 2020 (Covid-Verschärfung) weit vorne lag, werden voraussichtlich im Sommer vor mehr Publikum geehrt werden. Dazu zählen u.a.: Rok Jelovcan, Sandro Caminada und Yannik Lang sowie Lukas Christen, Florian und Mischa Wirthlin.

Guter Start in die erste Halbzeit
Die Startminuten verliefen ausgeglichen. Maurice Meier und Manuel Csebits waren die Torgaranten für die ersten zehn Minuten. Xavier Franceschi brachte das Heimteam mit 6:4 (14.) erstmals in Führung. Wenig später drohte das Spiel zu kippen, denn die Möhliner mussten in doppelter Unterzahl auskommen. Aber Sebastian Kaiser überzeugte mit seinen beiden nächsten Treffern zum zuletzt 8:6 (18.). Yellow/ Pfadi nahm darauf die Auszeit und nutzte die folgende Offensivschwäche der Möhliner: Alessio Lioi erzielte den Ausgleich für die Gäste. Jetzt machte sich der fehlende Rückraum im Möhliner Team bemerkbar, denn nach Sarajlic Abreise, fehlte auch Linkshänder Linus Fässler (Abschlussreise) auf halb rechts. Die technischen Fehler nahmen zu und im Gegenzug kam der Gegner in Fahrt: Gion Hayer erhöhte mit einem Doppelschlag und Nils Tellenbach brachte die Drei-Tore-Führung herbei. Franceschi traf danach die Torumrandung und Sandro Caminada scheiterte an Keeper Charlot Klieber. Bis zur Pause resultierte ein 8:12-Vorsprung für die Gäste.

Zehn Minuten ohne Torerfolg
Nach dem Wechsel liess Sebastian Kaiser die Fans jubeln und auch Valentin Mahrer zog in der 34. Minute zum 10:12 nach. Die Verteidigung stand, aber vorne im Angriff machte sich eine markante Schwächephase bemerkbar und Charlot Klieber im Tor war schier unüberwindbar (50%-Quote). Die in schwarz spielenden Winterthurer kamen in Fahrt und zelebrierten technisch sauberen Handball mit tollen Abschlüssen. Schnell stand es 21:10 (43.), ehe endlich Manuel Csebits mit seinem nächsten Treffer punktete. Und sein Team gab nicht auf und kämpfte weiter. Aber der Vorsprung des Gegners war zermürbend und ihr Tempospiel kostete viel Kraft. Immer wieder übernahm Csebits vorne Verantwortung (drei Treffer in Folge zum 15:23 (51.)) und auch Stammspieler Maurice Meier traf vom Kreis sehenswert. Jedoch an dem sich abzeichnenden Sieg für die Gäste konnten auch diese Aktionen nichts mehr ändern. Jonas Coetermans, der dritte Goalie aus der U19, durfte noch auf die Platte und NLB-Luft schnuppern. Das letzte Tor der Partie erzielte Benedikt Dechow zum 26:18 für Yellow/ Pfadi Espoirs.
Zum  Best Player  wurden erkoren: Alessio Lioi (Yellow/ Pfadi) und Maurice Meier (TVM) für ihre je fünf Treffer. Die Preise wurden vom neuen Sportchef Florian Wirthlin überreicht.
Der TV Möhlin beendet die Entscheidungsrunde in der NLB auf dem vierten Rang. Der letzte Gegner aus Winterthur klettert nach dem Sieg im Steinli auf Rang drei. Im sportlichen Kontext darf man sagen, ein durchaus versöhnlicher Abschluss für ein Team, das zuletzt buchstäblich auf dem Zahnfleisch lief. Nächste Woche wird die Rest-Mannschaft noch an der Athletik feilen, ehe es danach für drei Wochen in die wohl verdiente Sommer-Pause geht.

Möhlin mit: Grana (2/13, 16%), Blumer (5/18, 28%), Coetermans (0/2); Halmagyi, Rohr, Meier (5), Mahrer (1), Csebits (6), Franceschi (1) Caminada, Kaiser (3), Lüthy (1), Hürbin (1).

Unser BIld: Meier Maurice. Foto: Michi Mahrer
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