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Baumpflanzung als ERinnung an eine Pioniertat. Foto: Anina Riniker

(pd) Vor fast genau 25 Jahren wurde das Teilstück Birrfeld-Frick der Autobahn N3 eröffnet. Der Schliessung der letzten Nationalstrassenlücke zwischen Zürich und Basel ging eine 25 Jahre lange Kontroverse um die Linienführung und eine achtjährige Bauzeit voraus. Schliesslich siegte die Durchstichvariante. Heute wurde auf dem Bözberg eine Stätte der Erinnerung an den Sieg der Nachhaltigkeit im «Autobahnkrieg» und an die Rettung des Sagimülitälis eingeweiht, ein wichtiger Teil des Juraparks Aargau.

Wildromantisch: Wasserfall im Sagimülitäli. Foto: Jörg WägliAm 17. Oktober 1996 wurde das Teilstück Birrfeld-Frick der Autobahn N3 eröffnet. Im Kampf der Gutachten und Expertisen bis vor das Bundesgericht – es war sogar von «Autobahnkrieg» die Rede – hat sich die Hartnäckigkeit und Weitsicht von Alt-Regierungsrat Ulrich Siegrist sowie seiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter durchgesetzt.
Ihr Einsatz führte zu zwei wichtigen Korrekturen gegenüber dem ursprünglichen Projekt, das sogar einen 1500 Meter langen und 60 Meter hohen Viadukt vom Galgenhübel bei Hausen bis an den Bözberg-Südhang unterhalb der Vierlinden vorsah: Zur Achsverschiebung und Verlängerung des Bözbergtunnels um 600 Meter auf 3,7 Kilometer, wodurch das Sagimülitäli von der Autobahnführung verschont blieb; und zu einer 500 Meter langen Überdeckung der N3 im Schinznacherfeld zur Schonung der offenen Kulturlandflächen. Im Oktober 1987 gab es endgültig grünes Licht für die Schliessung der Autobahnlücke Birrfeld-Frick.

An der Stätte zur Erinnerung an die Rettung des Sagimülitälis (von links): Landammann Stephan Attiger, Therese Brändli (Gemeindeammann Bözberg), Christine Neff (Geschäftsführerin Jurapark) und der ehemalige Baudirektor Ulrich Siegrist. Foto: Anina RinikerHerausfordernde Grossbaustellen
Die Erstellung der 19 Kilometer langen Strecke Birrfeld-Frick dauerte acht Jahre. Die grössten Bauobjekte waren der 3,7 Kilometer lange Bözbergtunnel, der 1,5 Kilometer lange Habsburgtunnel, der 450 Meter lange Schinznacherfeld-Tunnel, die 1230 Meter lange Aaretalbrücke über den Schinznacher Schachen und das Anschlussbauwerk Lupfig. Überdies wurden rund sechs Kilometer Bäche verlegt, 10,5 Kilometer Verkehrswege neu trassiert, 28 Überführungen, Unterführungen und Bachdurchlässe sowie 23 kleinere Bauwerke erstellt. Am 5. September 1991 durchstiessen die Tunnelbohrmaschinen den Bözberg und zwei Wochen später den Wülpelsberg. Nach diesen sichtbaren Zeichen des Baufortschritts nahmen unzählige weniger spektakuläre Bauarbeiten weitere fünf Jahre in Anspruch, bis das letzte N3-Teilstück am 17. Oktober 1996 eröffnet werden konnte.

25 Jahre nach Eröffnung der N3 wurde der Rettung des Sagimülitälis gedacht. Foto: Anina RinikerDas lange Ringen um die Autobahnführung machte den Konflikt zwischen den Mobilitätsansprüchen der Gesellschaft und der Schutzbedürftigkeit der Natur deutlich sichtbar. Zu den bedeutendsten landschaftsschützerischen Massnahmen gehörten die Rettung des Sagimülitälis auf dem Bözberg – heute ein wichtiger Teil des 2012 gegründeten Juraparks Aargau – sowie die Erstellung eines Viaduks statt einer barriereartigen Dammschüttung im Schinznacher Schachen, mit einem neu angelegten aquatischen Lebensraum unter der elegant geschwungenen Brücke. Eine sehr spürbare Entlastung vom Transitverkehr Zürich-Basel bewirkte die Autobahn Birrfeld-Frick für die Region Brugg, namentlich das Zentrum Brugg-Windisch und die Gemeinden am Bözberg.

Die Gedenktafel. Foto: Anina RinikerAuch aus heutiger Sicht noch eine Pionierleistung
Heute wurde auf dem Bözberg eine Stätte der Erinnerung an den «Autobahnkrieg» und an die Rettung des Sagimülitälis eingweiht. Therese Brändli Frau Gemeindeammann von Bözberg, Landammann Stephan Attiger, Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt, und Christine Neff, Geschäftsleiterin des Juraparks Aargau, würdigten die Verdienste im Beisein von Alt-Baudirektor Ulrich Siegrist und weiteren geladenen Gästen, darunter zahlreiche, damals involvierte Projektbeteiligte.
«Mensch und Natur sind froh, dass die Pläne für die N3 nicht so umgesetzt wurden, wie ursprünglich vorgesehen. Die Gewinner sind die heutige und die kommenden Generationen, welche die Landschafts-, Natur- und Kulturwerte dieser einzigartigen Landschaft geniessen können. Die Rettung des Sagimülitäli ist ein Musterbeispiel für eine erfolgreiche regional getragene Nachhaltigkeitspolitik, die alle Aspekte berücksichtigt: Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft. Heute ist das eine Selbstverständlichkeit, damals eine Pionierleistung», sagte Stephan Attiger. «Das Sagimülitäli ist mit seinem Reichtum an wertvollen Lebensräumen und Arten auf so kleinem Raum ein Kleinod im Jurapark Aargau», erläuterte Christine Neff, Geschäftsleiterin des Jurapark Aargau. «Es übt eine grosse Anziehungskraft auf viele Menschen aus, die Ruhe und Erholung suchen – eine Kraftquelle von unschätzbarem Wert!»
Informationen im Internet unter: https://jurapark-aargau.ch/N3.html

Bilder
Erstes Bild: Baumpflanzung als Erinnung an eine Pioniertat. Foto: Anina Riniker
Zweites Bild: Wildromantisch: Wasserfall im Sagimülitäli. Foto: Jörg Wägli
Drittes Bild: An der Stätte zur Erinnerung an die Rettung des Sagimülitälis (von links): Landammann Stephan Attiger, Therese Brändli (Gemeindeammann Bözberg), Christine Neff (Geschäftsführerin Jurapark) und der ehemalige Baudirektor Ulrich Siegrist. Foto: Anina Riniker
Viertes Bild: 25 Jahre nach Eröffnung der N3 wurde der Rettung des Sagimülitälis gedacht. Foto: Anina Riniker
Fünftes Bild: Die Gedenktafel. Foto: Anina Riniker
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