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Frick

Museumsleiterin Andrea Oettl mit der neuen Abbildung eines jungen Plateosuriers im Sauriermuseum Frick. Foto: Peter Schütz

Das Sauriermuseum hat eine neue Attraktion: die Nachbildung eines jungen Plateosauriers in einer Haltung, als ob er die Personen, die die Treppe benutzen, genau fixieren würde. Enthüllt hat ihn Museumsleiterin Andrea Oettl letzten Freitag anlässlich einer Feierstunde zum 30. Geburtstag des Sauriermuseums.

PETER SCHÜTZ

«30 Jahre ist in der Geologie nichts, aber ein schönes Alter für ein Museum», sagte Andrea Oettl vor geladenen Gästen, unter ihnen Vertreter aus Politik, Forschung und Wirtschaft. Fünf Jahre nach der letzten Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen des Museums konzentrierte Andrea Oettl sich auf das, was seither geschah. Allem voran: «In den letzten fünf Jahren haben die Saurier aus Frick begonnen, Europa zu erobern», sagte die Museumsleiterin. Konkret: In Frick gefundene Saurier waren und sind unter anderem in Brüssel, Wien und Zürich ausgestellt.

2019 mit Besucherrekord
Aber auch in und um Frick herum hat sich einiges getan: An der Autobahn wurde ein Hinweisschild auf den Saurierstandort Frick und im Eingang des Gemeindehauses eine Fossilienplatte angebracht sowie der in der Schweiz einzige Saurierweg angelegt. 2019 verbuchte das Sauriermuseum einen Besucherrekord mit über 10 000 Personen und rund 250 Führungen. Schliesslich sorgte der Fund eines dritten Raubdinosauriers für Aufsehen.

Unter den Gästen war auch Ben Papst, rechts, hier im Gespräch mit Susanne Gmünder Bamert. Foto: Peter SchützSaurier statt Fuchs?
Fazit: «Es ist einiges gegangen an der Saurierfront», bestätigte die Fricker Gemeinderätin Susanne Gmünder Bamert. Ihre Prophezeiung: «Irgendwann wird die Schweiz im Ausland nicht nur mit Uhren und Schokolade, sondern mit den Sauriern aus Frick in Verbindung gebracht.» Vorher jedoch müsste das Gemeindewappen von Frick geändert werden. «Wir schmeissen den Fuchs raus und nehmen den Saurier rein», empfahl Susanne Gmünder Bamert.
An der Feier nahm auch Grossratsvizepräsidentin Elisabeth Burgener teil. Das Sauriermuseum bezeichnete sie als «wichtiges Aushängeschild für den Kanton Aargau». Der Kanton, er ist Eigentümer der Fundstücke in Frick, sei an der guten Zusammenarbeit mit dem Museum interessiert. Elisabeth Burgener sagte mit Blick auf einen schon vor fünf Jahren angedachten Museumsneubau: «Es besteht noch Luft nach oben.»

Frick ist der Star unter den Fundorten
An der Jubiläumsfeier am Freitag beteiligten sich etliche Saurierexperten, darunter Ben Papst, der Grabungen in Frick geleitet hat, und Martin Sander, Professor an der Universität Bonn. Von 40 Plateosaurier-Fundorten sei Frick «der Star», bemerkte Sander – dies auch deshalb, weil die Fundstellen zugänglich sind. Die Fossilien des pflanzenfressenden Plateosauriers werden seit 1961 in Frick gesammelt. 1985 wurde das erste vollständig erhaltene Saurierskelett entdeckt «und es sind viele weitere gefolgt», so Martin Sander. Bis heute kam er auf rund 80 Funde, davon die meisten Teilskelette und zehn Skelette mit hoher Vollständigkeit. Hinzu kamen 14 Schädel, ein kleines Jungtier, drei Raubsaurier, davon ein Skelett, eine frühe, am Frickberg gefundene Schildkröte und ein Aetosaurier.

Bald UNESCO-Kulturebene?
«Es ist höchste Zeit, dass wir Geschichtsschreibung betreiben», empfahl Martin Sander. Denn in Frick befindet sich eine auf einen Quadratkilometer verteilte Saurierfundstelle. Als die ersten Grabungen um 1960 begannen, habe niemand gedacht, «dass das etwas so Grosses wird», so Sander. Seit 2010 sei das Alleinstellungsmerkmal von Frick am Steigen. «Frick steht da als einer der bedeutendsten Fundstellen für Dinosaurier weltweit», stellte er fest. Und: «Hier sollte alles auf ein UNESCO-Kulturerbe hinauslaufen.» Mögliche Begründung: «Aussergewöhnliches Beispiel der Hauptstufen der Erdgeschichte und Entwicklung des Lebens.»

Im Schlamm stecken geblieben
Warum ausgerechnet in Frick derart viele Saurier-Überreste gefunden wurden? Vermutlich, weil sie dort im Schlamm stecken blieben und verendeten, erklärte Sander. Plateosaurier lebten vor etwa 200 Millionen Jahren.

Bilder:
Museumsleiterin Andrea Oettl mit der neuen Abbildung eines jungen Plateosuriers im Sauriermuseum Frick.
Unter den Gästen war auch Ben Papst, rechts, hier im Gespräch mit Susanne Gmünder Bamert.
Fotos: Peter Schütz
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